USA-Visa-Kategorien

 
USA-Visa-Kategorien
  • 1. Das Visa Waiver Pilot Program (VWPP)
  • 2. Die B Visum Kategorie
  • 3. Das E-2 treaty investor Visum
  • 4. Das L intra-company Transferee Visum
  • 5. Das Alien Entrepreneur Immigrant Visum

Dieser Artikel möchte einige der am häufigsten gebrauchten Visakategorien für ausländische Immoblieninvestitionen und die damit befassten Investoren und Unternehmen vorstellen.

Verschiedene Visakategorien sind verfügbar, abhängig vom Herkunftsland, der beabsichtigten Aufenthaltsdauer, sowie davon, ob die Immobilieninvestition passiv oder aktiv ist und davon, ob direkt oder indirekt Geld in der USA verdient werden soll.

1. Das Visa Waiver Pilot Program (VWPP)

27 Länder benötigen kein Visum um bis zu 90 Tage in die USA einzureisen, um Immobilien zu kaufen, zu verkaufen, zu besitzen oder zu mieten, solange die Aktivitäten keinen gewerblichen Umfang erreichen. Die einzige Voraussetzung sind maschinenlesbare biometrische Reisepässe und ein Rück- bzw. Weiterflugticket. Der Einreisende wird bei der Einreise fotografiert und seine Fingerabdrücke werden abgenommen. Die teilnehmenden Länder sind derzeit: Andorra, Australien, Belgien, Brunei, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Island, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Neu Seeland, Norwegen, Österreich, Portugal, San Marino, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowenien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Diese Visafreistellung gilt für kurze Ferien- oder Geschäftsreisen. Wenn die Einwanderungsbehörden glauben, dass jemand in einem bestimmten Jahr zu viel Zeit in der USA verbringt, kann demjenigen die Einreise verwehrt werden. Wenn die Einreise einmal verweigert wurde, kann die USA nur noch mit einem gültigem Visum betreten werden. Zusätzlich zu den Einreiseproblemen kann ein ausgedehnter USA-Aufenthalt zu ungewollten steuerlich Konsequenzen führen, wenn die US-Steuerbehörden eine Steuererklärung verlangen wegen einer „erheblichen Anwesenheit“ in der USA.

2. B Visum

Wenn der Investor kein Staatsbürger eines Landes ist, das am „visa waiver pilot program“ teilnimmt, oder er beabsichtigt häufiger in die USA zu reisen bzw bis zu 6 Monate dort zu bleiben, könnte ein B-1 „business visitor“- oder B-2 „extended tourist“-Visum die richtige Wahl sein.

2a) B-1 Überblick

Das B-1 „business visitor”-Visum erlaubt es dem Einzelnen für eine kurze Zeit für bestimmte Zwecke in die USA einzureisen, wie z.B.:

  • (1) Die Beteiligung an kommerziellen Transaktionen, die keine Erwerbstätigkeit in den USA darstellen (wie etwa Händler die Aufträge für im Ausland produzierte Güter einholen);
  • (2) Vertragsverhandlungen;
  • (3) Beratungen mit Geschäftspartnern;
  • (4) einen Prozess zu führen;
  • (5) an wissenschaftlichen, weiterbildungs-, beruflichen oder geschäftlichen Tagungen, Konferenzen oder Seminaren teilzunehmen; oder
  • (6) unabhängige Nachforschungen vorzunehmen.

Ein B-1 Besucher darf keine gewinnbringende Arbeit in der USA vornehmen. Er muss einen ausländischen Wohnsitz aufrecherhalten, zu dem er beabsichtigt nach Ende seines Aufenthalts zurückzukehren. Der B-1 Status darf nicht dazu verwendet werden, eine schnellere Arbeitsberechtigung für die USA zu erlangen. Der B-1 Inhaber verbleibt normalerweise auf der Gehaltsliste seines Arbeitsgebers im Heimatland und kann keine Vergütung von einer US-Quelle bekommen, mit Ausnahme von Erstattungen für anfallende Nebenkosten.

Das B-1 Visum wird direkt beim US-Konsulat beantragt. B-1 Visumsinhaber werden im Allgemeinen für den Zeitraum zugelassen, den sie für die Vornahme ihres Geschäfts benötigen. In der Praxis erlauben die Beamten der Einwanderungsbehörde in der Regel Aufenthalte nicht länger als 90 Tage. Wenn unerwartete Ereignisse eine Verlängerung notwendig machen, kann der Betroffene eine Verlängerung um bis zu 6 Monate beantragen. Jedoch können verlängerte Geschäftsreisen Grund zur Annahme geben, dass der Besucher einer Erwerbstätigkeit nachgeht, die beim B-1-Visum verboten ist.

2b) B-2 Überblick

Das “extended tourist” Visum wird normalerweise von den US-Konsulaten für 10 Jahre ausgestellt (1-2 Jahre in Russland, 5 Jahre in vielen lateinamerikanischen Ländern) und erlaubt es einem Touristen bis zu 6 Monate am Stück in der USA zu bleiben. Dieses Visum wird von vielen Ausländern benutzt, die Ferienhäuser in der USA besitzen. Ein typisches Beispiel hierfür sind die sogenannten „snowbirds“ die Europa oder Kanada verlassen um die Wintermonate in Florida, Arizona oder Kalifornien zu verbringen. Allerdings können zu häufige Besuche in den USA irgendwann zu einem Problem werden, selbst wenn man nie zulange geblieben ist. Man wird unter Umständen gefragt mit einem dauerhafteren Visum wiederzukommen und der US-Steuerbehörde sein weltweites Einkommen zu erklären.

Wenn der Investor beabsichtigt sich an aktiven Immoblieninvestments zu beteiligen, die mit einem dauerhaften Geschäftsbetrieb verbunden sind und er aus ihnen Einkünfte erzielt, benötigt er eine Visakategorie, die es ihm erlaubt für längere Zeit in der USA zu bleiben und dort direkt oder indirekt Geld aus US-Quellen zu verdienen.

Diese Visa werden trotzdem als sog. „Nichteinwanderungs-„ Visa angesehen, da sie zeitlich befristet und an ein bestimmtes Investitionsvorhaben oder einem bestimmten Arbeitgeber gekoppelt sind.

Der Schritt zu einem Einwanderungsvisum, wie zum Beispiel der Green Card, die einen permanenten Aufenthalt erlaubt und keine Einschränkungen bzgl. von Arbeitsverhältnissen hat, wurde noch nicht erreicht.

Das am meisten gebrauchte „Nichteinwanderungs“-Arbeitsvisum im Immobilienbereich ist das sog. E-2 treaty investor Visum für Staatsbürger der Länder die ein Handels- und Verkehrsabkommen mit der USA abgeschlossen haben. Selbst einige lateinamerikanische und frühere Ostblockstaaten haben schon solche Abkommen mit der USA.

3. E-2 Treaty Investor Visum

Das E-2 treaty investor Visum erlaubt es dem Einzelnen oder einem Unternehmen in die USA zu kommen mit dem Ziel eine wesentliche Investition in einem US-Unternehmen zu fördern.

Um ein E-2 Visum zu erlangen, muss das Unternehmen oder der einzelne Investor zeigen, dass bereits eine wesentliche Investition in einem US-Geschäft getätigt wurde. Um als wesentliche Investition eingestuft zu warden, muss ein Verlustrisiko hinsichtlich der angelegten Gelder bestehen. Ob der jeweilige investierten Betrag wesentlich ist, hängt von der Art des Geschäfts und seiner Bedeutung für die Aufnahme einer aktiven Geschäftstätigkeit ab. Für ein Unternehmen im Immobilienbereich bedeutet dies, dass sowohl der Geldbetrag als auch die Häufigkeit der Transaktionen einen bedeutenden Umfang erreichen müssen, um als aktives Unternehmen eingestuft zu werden. Ausserdem darf die Investion nicht marginal sein, d.h. sie darf nicht nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtinvestition ausmachen oder nur zum Verdienen des Lebensunterhalts des Investors gedacht sein.

Mindestens 50% des US-Unternehmens muss Staatsangehörigen eines E-2 Vertragsstaates gehören um den Anforderungen des E-2 Visums zu entsprechen.

3a) Bewerbung um ein E-2 Visum

Bevor man ein E-2 Visum als Hauptinvestor oder als unverzichtbarer Angestellter des investierenden Unternehmens erlangen kann, muss sich das Unternehmen in der USA für das sie/er arbeiten soll für das E-2 qualifizieren. Eine erste Anfrage um das US-Unternehmen für den E-2 Status zu qualifizieren, muss zusammen mit mindestens einer E-2 Bewerbung des E-2 Aspiranten bei der US-Botschaft oder bei dem US-Konsulat eingereicht werden, das für das Land des E-2 Bewerbers zuständig ist. Wenn das Unternehmen erst einmal E-2 qualifiziert ist, kann sich ein Staatsangehöriger eines Vertragsstaates um ein E-2 Visum bewerben, wenn sie/er als Hauptinvestor oder Geschäftsführer bzw. Aufsichtführender oder unverzichtbarer Angestellter arbeiten soll. Der Bewerber muss nicht bei dem Unternehmen im Ausland angestellt sein, um sich für den E-2 Status zu qualifizieren.

3b) Spezielle Anforderungen für Investoren

  • Der Hauptinvestor muss mindestens 50%-iger Eigentümer des investierenden Unternehmens sein und Staatsangehöriger eines Vertragsstaates.
  • Aktive Investition. Der Investor muss eine unwiderrufliche Summe in ein aktives kommerzielles Investitionsvorhaben investiert haben oder gerade dabei sein diese zu investieren.
  • Wesentliche Investition. Nur solche Finanztransaktionen bei denen der Investor eigene Mittel riskiert, werden berücksichtigt.
  • Bedeutung. Die Investiton muss mehr Einkünfte erzielen als zur Deckung des Lebensunterhalts des Hauptinvestors und seiner Familie nötig ist. Die Investition soll Arbeitsmöglichkeiten für US-Arbeiter schaffen und/oder vorteilhaft für die US- Wirtschaft sein.
  • Unverzichtbare Position im Unternehmen. Der Visumsinhaber muss eine geschäftsleitende Position im Unternehmen haben, entweder als Investor der seine Investition entwickeln und überwachen möchte oder als überwachender Manager oder als speziell ausgebildeter hoch qualifizierter Angestellter, der für die Entwicklung der Investition notwendig ist.

3c) unverzichtbarer Angestellter

Ein nach der E-2 Kategorie qualifiziertes Unternehmen kann “unverzichtbare Angestellte“ aus einem Vertragsstaat anstellen, wenn diese überwachende oder geschäftsleitende Funktionen im Unternehmen haben und/oder Fähigkeiten besitzen, die unverzichtbar für ein effizientes Funktionieren des Geschäftsablaufs sind. Die Fähigkeiten des Kandidaten und die Notwendigkeit einen Ausländer bevorzugt gegenüber US-Arbeitskräften anzustellen werden sehr genau geprüft. Insbesondere wird darauf geachtet, ob US-Arbeitskräfte mit diesen Fähigkeiten zur Verfügung stehen bzw US-Arbeitskräfte entsprechend ausgebildet werden können.

3d) Das Bewerbungsverfahren

E-2 Visa können für bis zu 5 Jahren ausgestellt werden und sind erneuerbar solange wie sich das Unternehmen und der Visainhaber für den E-2 Status qualifizieren. Jedoch wird gerade bei neuen Investitionsvorhaben das Visum in der Regel nur für 2 Jahre ausgestellt. Nach jeder Einreise in die USA wird E-2 Visumsinhabern normalerweise ein 2 Jahre E Status auf der I-94 Form vermerkt, solange das E-2 Visum zum Zeitpunkt der Einreise noch gültig ist. E-Visa beantragt man gewöhnlich direkt bei der US-Botschaft oder dem US-Konsulat in dem man seinen Wohnsitz hat oder dessen Staatsbürgerschaft man inne hat.

3e) Abhängige Angehörige

Der Ehepartner und unverheiratete Kinder unter 21 Jahren können ein Angehörigen- E- Visum erhalten. Der Ehepartner und die Kinder können die Schule in der USA besuchen, der Ehepartner kann darüber hinaus eine eigene Arbeitserlaubnis erhalten (die Kinder dürfen unter dem E-Status nicht arbeiten).

Elke Rolff © Rolff Law P.A.Elke Rolff© Rolff Law P.A.

3f) Dauerhafter Aufenthalt

Die normale Prozedur für E-2 “unverzichtbare Angestellte” wäre der sog. „labor certification process“. E-2 Hauptinvestoren können keine „labor certifications“ einreichen, wegen ihrer Mehrheitsbeteiligung an der US-Gesellschaft. Eine Möglichkeit zu einem dauerhaften Aufenthalt wäre die Aufwertung des E-2 Visums zu einem EB-5 Visum (siehe hierzu 5.).

4. Das L intra-company Transferee Visum

Für Investoren, die Staatsbürger eines Landes sind, das noch kein Abkommen mit der USA abgeschlossen hat, ist das „International Executive/Manager Transferee“ Visum eine Option.

Diese Visakategorie ist für internationale Geschäftsleute, die innerhalb eines Unternehmens von einer Konzernmutter oder –tochter des US-Unternehmens (mind. 15% Beteiligung), das an Immobilienvorhaben in den USA beteiligt ist, wechseln. L-1 Visa sind verfügbar für Leute, die für das ausländische Unternehmen durchgängig mindestens 1 Jahr in einem Zeitraum von 3 Jahren vor der Visumsbewerbung gearbeitet haben. Sie müssen in geschäftsführender oder –überwachender Position (L-1A Kategorie) oder als speziell ausgebildete Fachkraft (L-1B Kategorie) angestellt gewesen sein und werden zeitweise in die USA geschickt, um dort für das US-Unternehmen in ähnlicher Position zu arbeiten.

4a) Aufenthaltdauer

Ein L-1 Visumsinhaber wird für die Zeit in den USA zugelassen für die sein Arbeitgeber ihn benötigt, jedoch zum Beginn maximal für 3 Jahre. Eine Ausnahme besteht für neu gegründete US-Unternehmen, die erst seit weniger als einem Jahr aktiv sind. Bei diesen wird das Visum nur für ein Jahr ausgestellt, um die Rentabilität nach dem ersten Jahr der Geschäftstätigkeit zu überprüfen. Das Visum kann bis zu maximal 7 Jahren für L-1A Manager und bis zu maximal 5 Jahre für L-1B Fachkräfte verlängert werden.

4b) Das Bewerbungsverfahren

Der US-Arbeitgeber muss einen Antrag beim USCIS, der US Einwanderungsbehörde einreichen. Die Bewerbung erfordert diverse Referenzschreiben, Dokumente und andere Unterlagen, die benötigt werden um die Lebensfähigkeit des Unternehmens und die Position des wechselnden Arbeitnehmers einschätzen zu können. Wenn der Antrag genehmigt wurde, wird die Genehmigung zur jeweiligen US-Botschaft oder zum US-Konsulat geschickt, wo dem Visabewerber das Visum ausgestellt wird. Immer wenn ein Ausländer bereits in der USA ist in einer anderen Nichteinwanderungsvisakategorie, kann sein Status geändert werden, zum Beispiel in die L-1 Kategorie. Gegen Zahlung von zusätzlichen $1000 bietet das USCIS eine „bevorzugte Bearbeitung“, bei der eine Visabewerbung innerhalb von 15 Werktagen nach Erhalt der Quittung genehmigt oder abgelehnt wird.

4c) Ehepartner und Kinder

Wie beim E-Visum können der Ehepartner und Kinder unter 21 Jahren einen L-2 Angehörigenstatus erhalten. Der Ehepartner kann eine eigene Arbeitserlaubnis bekommen. Sie und die Kinder dürfen US-Schulen besuchen. Die Kinder dürfen unter dem L-2 Status keine Beschäftigungsverhältnisse eingehen.

4d) Bewerbung um einen dauerhaften Aufenthalt

L-1A Manager haben die Möglichkeit direkt einen Antrag auf Einwanderung zu stellen, ohne den sog. „labor certification process” zu durchlaufen. Die Bewerbung kann eingereicht warden sobald das US-Unternehmen für mindestens 1 Jahr am Geschäftsleben teilgenommen hat. Nach der sog. “dual intent doctrine” kann der Bewerber seinen L-1A Status aufrechterhalten und verlängern solange sein Einwanderungverfahren läuft und muss keine zusätzlichen Arbeits- oder Reisegenehmigungen haben. Die L-1A Struktur, d.h. die Beziehung zwischen der ausländischen und der US-Gesellschaft (bei mind. 51% Beteiligung) muss während der gesamten Phase des L-Status und bis zur Erlangung der dauerhaften Aufenthaltserlaubnis bestehen. L-1B Angestellte müssen als erstes den sog. „labor certification process” absolvieren, bevor sie ihren Einwanderungsantrag stellen können. Der „labor certification process” ist ein Verfahren bei dem ein Arbeitsplatz auf dem US- Arbeitsmarkt ausgeschrieben wird und nur wenn kein US-Arbeitnehmer für die Arbeitsanforderungen qualifiziert genug ist, kann ein Ausländer sich für ein Einwanderungsvisum bewerben, basierend auf diesem Stellenangebot.

5. Das Einwanderungsvisum für ausländische Unternehmer

Zusätzlich zu den vorgenannten „Nichteinwanderungs“-Kategorien, kann ein Investor direkt eine Green Card erhalten, also eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis, wenn er sich und das Unternehmen sich für die EB-5 Kategorie qualifizieren. 10.000 Einwanderungsvisa stehen pro Jahr zur Verfügung für qualifizierte Menschen, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung wollen, auf der Basis ihrer Beteiligung an einem neuen kommerziellen Unternehmen.

Die EB-5 Visakategorie bietet 3 verschiede Investitionsmöglichkeiten:

5.1. Eine $1 Million Investition mit 10 neuen Vollzeitarbeitsplätzen überall in der USA oder eine $500.000 Investition mit 10 neuen Angestellten in einem Gebiet, in dem die Arbeitslosenrate 150% über dem nationalen Durchschnitt liegt.

Um den sog. “immigrant investor”-Status zu Erlangen muss ein Einwanderungsantrag vom Unternehmer bei der USCIS gestellt werden zusammen mit Unterlagen die zeigen, dass die Investition alle Bedingungen erfüllt, wie etwa:

  • Gründung eines neuen kommerziellen Unternehmens,
  • Investition der geforderten Summe,
  • Beweis, dass die Investitionsmittel aus einer legalen Quelle stammen,
  • Die Schaffung der geforderten Anzahl von Arbeitsplätzen, gegebenenfalls die Schaffung in einer bestimmten Zielregion,
  • Zeigen, dass der Investor aktiv am Geschäft teilnehmen wird.

5.2. Die Investition von $1 Million bzw $500.000 in ein bereits existierendes Unternehmen, dass dadurch seine Einnahmen und Arbeitsplätze um 40% erhöht.

Das grösste Problem bei diesen Varianten ist, dass $500.000-$1.000.000 normalerweise nicht ausreichen um 10 direkte Angestellte zu beschäftigen. Desweiteren wollen die meisten Investoren lieber ihre Lebensqualität verbessern an statt 10 Angestellte zu managen.

5.3. Das regionale Zentren Programm greift dieses Problem auf in dem es Investoren erlaubt sich auf statistisch belegte indirekte Anstellungen zu beziehen an statt einfach nur 10 Leute anzuheuern. Indem der Investor $500.000 über ein regionales Zentrum investiert, braucht er nur eine leitlinienvorgebende Position im neuen Unternehmen zu behalten. Von den 10.000 jährlichen Investorenvisa (EB-5 Visa) werden 5.000 für das CIS-Pilotprogramm “Regional Center” reserviert.

Ein „Regional Center“ ist ein privates oder öffentliches Unternehmen, dass als solches vom USCIS eingestuft wurde. Es fokussiert sich auf die wirtschaftliche Umgestaltung einer bestimmten Region innerhalb der USA und fördert wirtschaftliches Wachstum durch höhere Exporte, höhere regionale Produktivität, Schaffung neuer Arbeitsplätze und erhöhtes Inlandskapital durch die indirekte Schaffung von Arbeitsplätzen.

6. Schlussfolgerung

Im Allgemeinen fördert die US-Regierung Investitionen in den USA. Aber wenn die Investition einem Ausländer die Möglichkeit geben soll nicht nur Einkünfte aus der Investition ausserhalb der USA zu erlangen, sondern auch die physische Anwesenheit in der USA ermöglichen soll, dann muss die Investition in ein aktives kommerzielles Unternehmen erfolgen und so die Anwesenheit des ausländischen Investors rechtfertigen. Passive Investitionen in Ferienhäuser, Immobilienfirmen, etc. qualifizieren den Investor nicht direkt oder indirekt in der USA zu arbeiten und auch bzgl. der Aufenthaltsdauer gibt Beschränkungen. Daher gibt es kein „einfach so in der USA leben“ Visum, d.h. ein Haus besitzen und von dem Vermögen leben, das man ausserhalb der USA erlangt hat, ist nicht möglich. Es existieren noch zahlreiche andere Nichteinwanderungs- und Einwanderungsvisa, die aber für Immobilieninvestitionen nicht gebräuchlich sind und den Umfang dieses Artikels übersteigen würden.

Text: ©2008 – Elke Rolff, Esq. – Rolff Law P.A.
Veröffentlicht vor 4 Jahren am 19.02.2014 17:27 (CET) von
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