Are you ready for Spring Break?

 
Are you ready for Spring Break?

Bei 'Semesterferien' denkt man meist an eine entspannte Pause des täglichen Studenten-Alltags. Ganz anders ist es in der USA und vor allem in Florida. Denn dort befindet sich im Moment ein ganzer Staat im Ausnahmezustand und wird zur wilden Partyhochburg. Warum? Es ist Spring Break, was übersetzt Frühlingsferien bedeutet. Zunächst klingt es noch ganz harmlos, die Colleges und Universitäten haben ihre jährlichen, ein bis zwei Wochen langen Ferien und die fleißigen Studenten kommen mal ein bisschen auf andere Gedanken als nur diszipliniertes Lernen. Ja, so könnte man es formulieren, wenn da nicht dieser unglaubliche Drang nach Feiern und Sonnenschein wäre. Richtig austoben kann man sich da im Sonnenstaat Florida zu genüge, wenn dieser könnte, würde er davon schon so manches Liedchen singen.

So sahen die Ferien früher in Florida aus © [cc] by dan.marv© [cc] by dan.marv

Eine lange Tradition

Im Jahr 1936 nahm Spring Break in Fort Lauderdale seinen leisen Anfang. Ein Schwimmlehrer nutzte dort den damals ersten Pool in olympischer Größe (50m x 25m) um mit seinem Team in den Ferien zu trainieren. 1938 kamen bereits 300 Schwimmbegeisterte zum Training, welche aber mittlerweile nicht mehr nur Wassersport im Kopf hatten. Immer mehr Studenten aus den verschiedensten Universitäten und Ecken der USA zog es nun nach Fort Lauderdale mit Lust auf Party und gute Laune. 1985 erreichte Spring Break dann dort seinen Höhepunkt mit 350.000 Feiernden. Daraufhin verabschiedeten die örtlichen Behörden einige Verordnungen um das rege Treiben zu regulieren.

Mittlerweile kommen jedes Jahr nur noch rund 15.000 Studenten nach Fort Lauderdale und es stehen auch immer mehr andere Städte wie Daytona Beach oder besonders auch Panama City Beach ganz oben auf den Reiserouten der Partytouristen. Auch ist Spring Break schon lange nicht mehr nur Floridas Studenten vorbehalten. Aus allen Teilen der USA und dem Rest der Welt strömen vorwiegend Junge Leute an die Küsten um ausgelassen zu feiern. Unter Ihnen finden sich Stars und Popgrößen wie Kim Kardashian, Will Smith und natürlich auch Partyluder Paris Hilton.

Mit seinen zahlreichen Vergnügungsparks und umfangreichem Freizeitprogramm ist Florida ein sehr begehrtes Ziel um dort seine Frühlingsferien zu verbringen, aber was bietet Florida denn noch in Hülle und Fülle? Richtig, Sonne satt! Besonders nach dem langen und kalten Winter von 2013/2014 hungern nun viele der jungen Leute nach Wärme und Sonne und haben Lust die milden Temperaturen an den Stränden Floridas zu geniessen.

Entspannung oder Verspannung?

Von dem ursprünglichen Ziel welches die Einrichtung Ferien haben sollten - Erholung - ist zu Zeiten von Spring Break jedoch nicht viel geblieben. Springbreak von heute bedeutet: Mengen an Alkohol, Feiern rund um die Uhr und alle Arten von Zügellosigkeit mit viel Nackter Haut. So manch ein Spring Breaker findet sich schliesslich, völlig verkatert, den Körper von Floridas Frühlingssonne verbrannt in fremden Hotelbetten wieder und muss erst einmal die vergangenen Stunden rekonstruieren.

Trinkspiele und Wet T-Shirt Contests sind einfach für viele Studenten die attraktivere Variante um sich dem tristen Studenten-Alltag zu entziehen, als die ebenfalls von vielen Verantstaltern angebotenen "Green Spring Break" Reisen, bei denen eine umweltbewusste und nachhaltige Art der Ferien im Vordergrund steht.

Seit dem 1. März sind bereits die ersten Studenten der USA in die Ferien entlassen worden, die weiteren Colleges und Universitäten ziehen bis Ende April nach. Danach beginnt auch für Amerikas Studenten wieder der ruhige Uni-Alltag und die verlassenen Partyhochburgen kommen auch wieder zur Ruhe, bis es im nächsten Jahr erneut heißt:

Are you ready for Spring Break?

Veröffentlicht vor 3 Jahren am 28.03.2014 18:52 (CET) von
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