Die Dynamik des Wohnungsmarktes verstehen

 
Die Dynamik des Wohnungsmarktes verstehen

Die Zukunft des Immobilienmarktes - wohin geht die Reise?


Viele wundern sich, warum die Erholung am Immobilienmarkt bislang noch recht schleppend war.

Während des ersten Quartals haben steigende Zinsen, schlechtes Wetter, laues Arbeits- und Wirtschaftswachstum und eine begrenzte Auswahl an verfügbaren Immobilien gegen den Immobilienmarkt gearbeitet. Im Monat Mai legten Verkäufe von bestehenden Immobilien um 4,9 % gegenüber dem Vormonat zu während die Verkäufe von neuen Immobilien um 18.6 % zunahmen.

Wird der Wohnungsmarkt mit stabilen Kreditzinsen, gutem Wetter und einer sich verbesserten Wirtschaft und Beschäftigungszahlen jetzt wieder an Fahrt zulegen?
Sicher, aber in einem gemäßigten Tempo.

Es gibt immer noch eine Reihe von Faktoren, die den weiteren Aufschwung etwas bremsen. Hier einige Punkte:

Beschäftigungswachstum – Obwohl die Arbeitslosenrate abnimmt gab es bisher nur wenig Bewegung bei der Zunahme von qualifizierten Jobs und die Bezahlung von Beschäftigten bleibt weiterhin niedrig. Viele der Beschäftigen haben keine Vollzeitstelle gefunden. Diese Faktoren erschweren den Hauskauf für viele Familien. Es wird mehr als zuvor gemietet. Daher ist ein Investitionsobjekt derzeit eine gute Wahl.

Haushaltsgründungen – sind eines der größten Anschubmotoren für Neubauten.

Häuserbewertung - die Erholung der Immobilienpreise sind zwar gute Nachrichten für Eigentümer, doch je teurer die Immobilien werden desto weniger mögliche Käufer stehen zur Auswahl. Eine begrenzte Auswahl von potentiellen Käufern entspricht einer geringen Nachfrage und begrenzt zukünftige Wertzuwächse.


Unter-Wert Immobilien – Es gibt immer noch eine Menge von potentiellen Verkäufern, die mit dem Verkauf noch warten, da Ihre Verbindlichkeiten höher sind als der derzeitige Wert der Immobilie. Eine zukünftige Wertsteigerung wird das korrigieren. Die Auswahl an verfügbaren Immobilien wird ansteigen was wiederum zu einer langsameren Wertsteigerung führen wird. Viele Hauseigentümer könnten ohne Verluste verkaufen, aber hätten dann nicht genügend flüssige Mittel, um die Abschlagszahlungen für das neue Eigenheim zu zahlen.

Kreditkonditionen – das ist die größte Bremse für eine Erholung am Wohnungsmarkt. Strikte Kreditvergabekriterien begrenzen die Anzahl von möglichen Kreditnehmern.

Schwierige Rahmenkonditionen für Eigenheimbauer - viele die ihr Eigenheim selbst bauen lassen möchten haben Schwierigkeiten Arbeitskräfte und Material zu sichern. Das begrenzt wiederum den möglichen Verkauf für diejenigen, die verkaufen würden, wenn der Neubau eine gute Option für sie wäre.

Zukünftige Zinssteigerungen – Selbst wenn sich die Situation verbessern sollte ist das nicht unbedingt eine gute Nachricht für den Immobilienmarkt. Bei fortschreitender Erholung der Wirtschaft wird sich die Zinspolitik der Geldwächter umkehren, was zu höheren Hypothekenzinsen bei einem steigenden Refinanzierungszins führen wird.


Fazit: Die Erholung am Immobilienmarkt begann vor zwei Jahren und wird sich statt überhitzter Zuwächse langsam und stetig fortführen.
Veröffentlicht vor 3 Jahren am 18.08.2014 10:30 (CEST) von
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