Fort Pierce und Vero Beach

 
Fort Pierce und Vero Beach

Ja, es gibt Schätze in diesen Gewässern, und die Rede ist nicht nur vom Schatz am Meeresgrund, der tatsächlich beim Schiffbruch einer spanischen Silber-Flotte im 18. Jahrhundert hier versunken ist. Die Rede ist auch von ruhigen Stränden, Kleinstadt-Charme, duftenden Orangenernten und Wellen, die ein Surferherz die tägliche Arbeit und vielleicht sogar das Essen vergessen lassen.

Der Spitzname "Treasure Coast" (Schatzküste) beschreibt einen zauberhaften, makellosen Küstenstreifen, der vom St. Lucie Meeresarm bis zum Sebastian Meeresarm reicht und seinen Namen im übertragenen Sinn wirklich verdient. Aber auch im wörtlichen Sinn, denn die Schatzküste ist eine der erschwinglichsten und am wenigsten kommerzialisierten und vermarkteten Küsten Floridas.

McKee Botanischer Garten © Indian River Chamber of CommerceMcKee Botanischer Garten© Indian River Chamber of Commerce

Überlebende der Schiffbrüche vergangener Zeiten ließen sich am Meeresarm bei Sebastian nieder. An derselben Stelle steht heute das McLarty Treasure Museum, eine bescheidene Einrichtung im Surfer- und Anglerhafen Sebastian Inlet State Park. Der Park markiert den Beginn eines naturbelassenen Strandstreifens mit geschützter Wildnis zum Süden hin, der das erste Naturschutzgebiet der Nation, das Pelican Island National Wildlife Refuge, mit einschließt. Diese Brutkolonie für Pelikane inmitten des Indian River, der die Inseln vom Festland trennt, ist nur per Boot zugänglich. Indian River steht außerdem für Orangen, und zwar für die größten und saftigsten in Florida.

Wunderschöne Eindrücke vermittelt eine Fahrt über die Insel North Hutchinson entlang der Bundesstraße A1A, wo sich luxuriöse, gepflegte Siedlungen mit natürlicher, rauer Schönheit abwechseln. Die Strandzugänge entlang der Straße sind bestens gepflegt und familienfreundlich mit Spielplätzen und sanitären Einrichtungen ausgestattet. Vero Beach ist die einzige wirkliche Metropole auf dieser Insel. Die lebendige Stadt erstreckt sich bis hinüber aufs Festland. Vero Beach ist auch das Zuhause für den McKee Botanical Garden.

Golfplatz in der Region Vero Beach © Indian River Chamber of CommerceGolfplatz in der Region Vero Beach© Indian River Chamber of Commerce

Der Teil von Vero Beach, der auf dem Festland gelegen ist, hat Kunstgalerien, moderne Geschäfte, Fischrestaurants, kleine Resorts, ein namhaftes, regionales Theater und Strandparks einschließlich eines hölzernen Spazierwegs auf den Dünen. Südlich von Vero Beach übernimmt die Natur erneut das Regiment. Parks am Strand und auf der Windschattenseite der Insel schützen Seeschildkröten und Mangroven. Im Pepper Park in Fort Pierce, einem beliebten Zugang zum Strand und ein geeigneter Ort zum Angeln und Kanu fahren, ehrt das Navy SEAL Museum den Geburtsort dieser Elitekampftruppe der Marine. Hier wurden Froschmänner für die D-Day Invasion trainiert. Die Freizeittaucher von heute sind mehr an der Urca de Lima interessiert, dem südlichsten Schiffswrack der spanischen Schatzflotte.

Fort Pierce besteht aus drei Teilen. Der North Beach genannte Teil auf North Hutchinson Island ist am entspannendsten und am wenigsten entwickelt. Er liegt eingebettet in einen Staatspark um den Fort Pierce Meeresarm, ein beliebter Platz für Surfen und Angeln. Auf der anderen Seite der Brücke ist der Stadtkern von Fort Pierce als Hafendistrikt wieder auferstanden — mit ungezwungenen Restaurants, Galerien und Straßenfesten. Im Norden der Stadt befindet sich das Harbor Branch Oceanographic Institut, das sich mit Aquakultur, Meeresforschung und der Geschichte des bemannten Tauchboots beschäftigt. Die Touren lassen Besucher per Bus oder Boot Fauna und Flora auf und unter der Wasseroberfläche erleben.

Kajak fahren in der Region Vero Beach © Indian River Chamber of CommerceKajak fahren in der Region Vero Beach© Indian River Chamber of Commerce

Über die South Bridge gelangt man zum dritten Teil von Fort Pierce und zum nördlichsten Punkt von Hutchinson Island. Am Fuß der Brücke kann man im historischen Museum über die Vergangenheit und Gegenwart von Schatzsuche und Zitrusfrüchteanbau lernen oder sich die Aquarien im St. Lucie County Marine Center anschauen.

Nach der Strandatmosphäre am Nordende mit den kleinen Hotels wirkt der Rest der Insel fast ein wenig trostlos. Die meisten Strandzugänge sind kaum ausgebaut, sind dadurch aber bei Einsamkeit Suchenden und Reitern beliebt. Eine weitere Brücke verbindet die Insel mit dem Festland bei Jensen Beach, wo moderne Strandeinrichtungen Full Service für Badegäste bieten. Die charmant restaurierte, historische Stadtmitte ist ebenfalls einen Besuch wert.

Museum of Art © Indian River Chamber of CommerceMuseum of Art© Indian River Chamber of Commerce

Stuart, eine mittelgroße Stadt, die sich vom Festland bis zum Küstengebiet erstreckt, markiert den südlichsten Punkt der Schatzküste. Die restaurierte und renovierte Stadtmitte mit ihren zu Wahrzeichen gewordenen rosa Bürgersteigen, wurde mit ihrer einladenden Mischung von Geschäften, Restaurants, Theatern und historischen Gebäuden zum Modell für andere Städte Floridas. Stuart Beach ist einer der populärsten Plätze für Sonne, Sand und Fun. Ein Museum, das einem ideenreichen Erfinder gewidmet ist, ein ozeanographisches Institut und ein historisches Zufluchtshaus für Schiffbrüchige bieten angenehme und fesselnde Alternativen zum Strand.

Das Angebot an Unterkünften auf Hutchinson Island und North Hutchinson Island sowie dem Festland reicht von Angelcamps und Bed & Brakfast über ein Disney Resort bis hin zu einem all-inclusive Club Med am Flussufer, der sogar einen eigenen Zirkus hat.

Text: VISIT FLORIDA
Veröffentlicht vor 4 Jahren am 03.01.2014 16:08 (CET) von
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