TSA ernennt Flughafen Miami zum „Airport des Jahres“
Die amerikanische Behörde für Transportsicherheit (TSA) hat Ende November in einer Zeremonie in Washington D.C. den internationalen Flughafen von Miami zum „Airport des Jahres“ gekürt. Die TSA lobte besonders die konstant hohe Sicherheitsqualität bei gleichzeitig außer-ordentlicher Freundlichkeit und Aufmerksamkeit gegenüber Passagieren und Kunden.
Über 98 Prozent der jährlich knapp 34 Millionen Passagiere warten im Schnitt nur rund zehn Minuten an den Sicherheitskontrollen. Miami liegt unter den US-amerikanischen Flughäfen auf Platz 3 im Hinblick auf internationale Besucherzahlen.
Mit einem modernen neuen Terminal inklusive 19 Flugsteigen hat Miami vergangenes Jahr zudem auf das steigende Passagieraufkommen reagiert. Im Kundenbereich können hier bis zu 2.000 Reisende in der Stunde bedient werden; eine Bushaltestelle für Kreuzfahrt- und Rundreisende sowie 150 Ticketschalter sorgen für zusätzliche Kundenfreundlichkeit.
Noch reibungslosere Einreiseabläufe verspricht das elektronische Einreisesystem ESTA für die Vereinigten Staaten, welches ab 12. Januar 2009 die bislang benötigten, per Hand ausgefüllten grünen Formulare ersetzt. Besucher registrieren sich dann mindestens drei Tage vor Reiseantritt online.
Neues Einreisesystem in die USA
Die Vereinigten Staaten stellen die Einreiseformulare am 12. Januar 2009 von Papierform auf das elektronische, internetbasierte System "Electronic System for Travel Authorization (ESTA)" um. Damit erfahren Touristen und Geschäftsleute bereits vor Abflug, dass sie an der US-Grenze nicht mit Komplikationen zu rechnen haben. Die übergroße Mehrheit der Deutschen Besucher hatte zwar auch in der Vergangenheit keine Probleme, die US-Grenze zu passieren, mit dem neuen System wird man aber schon weit im Voraus wissen, dass keine Probleme zu erwarten sind. Außerdem gilt diese Freigabe für zwei Jahre für beliebig viele Flüge in die USA. Seit November 2008 kann dieses System schon freiwillig genutzt werden, allerdings sind bis Januar trotzdem die papiernen Formulare nötig.
Urlauber sollten jedoch nur die offizielle Seite https://esta.cbp.dhs.gov/ besuchen (dort kann auch eine deutschsprachige Variante ausgewählt werden). Angebote von privaten Drittanbietern im Internet, die teilweise auch Kosten berechnen, sind nicht von den amerikanischen Einreisebehörden gedeckt.
ESTA wird für Touristen mehr Vor- als Nachteile bringen. Ein vergleichbares System ist bereits in Australien erprobt und funktioniert dort seit Jahren reibungslos. Ein wesentlicher Vorteil für Urlaubsreisende in die USA wird der zu erwartende Wegfall des Einreiseformulars I-94W aus Papier sein, das vor über 20 Jahren eingeführt wurde. Das Layout des Papierformulars war eher suboptimal und führte vor allem bei Erstbesuchern häufig zu Verwirrung. Dazu kommt die unterschiedliche Schreibweise der Ziffern 1 und 7, die manchen Urlauber schlicht überforderte.
Geschäftsreisende, die auf kurzfristige Besuchsregelungen angewiesen sind, können sich wie jeder andere Reisende auch ohne konkrete Reisepläne beim Electronic System for Travel Authorization anmelden und dann innerhalb einer Zwei-Jahres-Frist mehrfach in die USA einreisen.
Für den normalen Touristen wird sich nur ändern, dass er sich einmal vor seiner Reise registrieren muss und dabei die Angaben macht, die er bisher im Flugzeug auf dem Papierformular eintragen musste. Es wird zu weniger Fehlern kommen und letztendlich zu einem entspannteren Einreiseprozess direkt an der Grenze.




