Krankenversicherung in USA für EU-Bürger - Gesundheit weltweit

Haben Sie eine gute Krankenversicherung?
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Haben Sie eine gute Krankenversicherung?

Für Deutsche, Schweizer und Österreicher, die sich in Florida oder einem anderen Bundesstaat der USA niederlassen, stellt sich unweigerlich die Frage nach der geeigneten Krankenversicherung. Personen, die in Deutschland oder anderen EU-Ländern gesetzlich versichert waren, verlieren mit dem Verlassen des europäischen Sozialversicherungssystems automatisch ihren Versicherungsschutz. Für Urlaubsreisende empfiehlt sich dringend ein zeitlich befristeter Auslandskrankenschutzbrief, da auch in diesen "Paketen" ein Rücktransport in das Heimatland ein wesentlicher Bestandteil des Vertrages ist.

Problematischer ist die Situation für Europäer, die sich dauerhaft in den USA aufhalten. Hier kommt eine Reiseversicherung definitiv nicht mehr in Frage, da es sich nicht mehr um einen Urlaubsaufenthalt handelt. Da in den USA nach wie vor kein gesetzliches Krankenversicherungssystem existiert, stellt sich hier für den Residenten die Frage nach der richtigen privaten Krankenversicherung. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einer amerikanischen Krankenversicherung beizutreten oder den Antrag bei einer europäischen Krankenversicherung zu stellen.

Im direkten Vergleich sprechen alle Gründe für eine europäische Krankenversicherung, da das Versicherungsrecht dort im Vergleich zu den amerikanischen Bedingungen einige deutlich bessere Vertragsbedingungen bietet.

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So fehlt in den meisten amerikanischen Policen z.B. der Zahnversicherungsschutz oder er muss gegen viel höhere Beiträge nachträglich mit eingeschlossen werden. Häufig wird auch die Wahl der Ärzte und Krankenhäuser eingeschränkt oder die Gesellschaft hat das Recht, den Vertrag nach Ablauf der Versicherungsperiode ohne Angabe von Gründen zu kündigen, was schon bei vielen Betroffenen zum Verlust der Existenzgrundlage geführt hat.

All dies ist nach europäischem Versicherungsrecht undenkbar. Die Entscheidung für eine europäische Krankenversicherung führt somit zu einer ungleich höheren Sicherheit für den Expat-Residenten.

Aber auch hier sind noch einige wichtige Dinge zu beachten. Es kommen nur einige wenige Versicherungsgesellschaften für einen Residenten in den USA in Betracht. Nur eine Handvoll Anbieter ist bereit, einem Residenten den außereuropäischen Versicherungsschutz dauerhaft zu gewähren. Wobei es auch hier große Unterschiede gibt, die im Detail liegen. Einige Anbieter bieten zwar Versicherungsschutz in den USA an, allerdings mit zeitlicher Einschränkung. So wird der gesamte Vertrag auf eine maximale Laufzeit von 60 Monaten beschränkt. Auch hier kam schon für etliche Auswanderer das böse Erwachen, da der Vertrag nach Ablauf von 5 Jahren unweigerlich von der Gesellschaft beendet wurde. Eine Fortführung des Vertrages über diesen Zeitraum hinaus wurde den Kunden verweigert.

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Einige andere Gesellschaften erheben Risikozuschläge von bis zu 80% für die Zeit, die sich der Kunde in den USA aufhält. Dies führte dann in diesen Fällen zu Gesamtbeiträgen, die wirtschaftlich nicht mehr akzeptabel waren.

Fazit:
Ein guter und vernünftiger Anbieter bietet seinen Kunden einen Versicherungsschutz mit uneingeschränkter weltweiter Geltung und ohne zeitliche Beschränkung. Dies hat zudem den Vorteil, dass der Kunde auch bei einer Rückkehr nach Deutschland einem anderen Land im gleichen Vertrag versichert bleiben kann, was mit einer amerikanischen Police nicht möglich ist. Auch für den Fall, dass ein Kunde von seinem Arbeitgeber in ein anderes Land entsendet wird, wäre mit der richtigen Police mit Weltgeltung kein Handlungsbedarf.

Beinhalten sollte eine gute Police folgende Bestandteile:

  • Stationärer Krankenhausaufenthalt mit freier Wahl der Klinik, inklusive 2-Bett oder 1-Bett-Zimmer ohne eine Höchstleistungsgrenze.
  • Ambulante Behandlung mit freier Arztwahl.
  • Zahnbehandlung zu 100% mit Einschluss von Zahnersatz, der üblicherweise mit 75% erstattet wird sowie Kieferorthopädie.
  • Arznei-, Heil- und Verbandsmittel.
  • Vorsorgeuntersuchungen inklusive Schutzimpfungen.

Empfehlung:
Aufgrund der Gesamtkomplexität ist es für jeden EU-Bürger, der sich für eine begrenzte Zeit oder dauerhaft in den USA niederlässt, ratsam, sich an einen unabhängigen Versicherungsmakler zu wenden, der mit der Gesamtproblematik vertraut ist.

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